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Kritik: Surrogates

Nachdem wir euch erst letztens “Gamer” vorgestellt haben, kommt jetzt auch schon der nächste Vertreter dieses Genres. “Surrogates” will jedoch mit mehr Technik und und einem alt gedienten Actionstar aufwarten. Bruce Willis, der in letzter Zeit mehr Low Budget Filme gedreht hat als wirkliche Blockbuster, zeigt auch wieder hier das er für ein gutes Skript bzw. eine gute Idee immer zu haben ist. Im Vergleich zu Gamer mit Gerad Butler legt Surrogates viel mehr Wert auf den Hauptdarsteller, d.h. in nahezu jeder Einstellung ist Bruce Willis zu sehen, was nicht allzu schlecht ist, jedoch beleuchtet der Film so nur sehr einseitig die Problematik hinter der Geschichte.

In Surrogates geht es um die Menschenheit im Jahre 2017, die alle durch einen sogenannten Surrogate leben, das ist ein Roboter, der praktisch alles macht was du willst. Diese ferngesteuerten Blechdosen sehen jedoch zu clean und zu gut aus um je in Konkurrenz mit der Natur zu gehen. Natürlich wollte man versuchen irgendwie die Menschen von den Robotern herauszufilten, aber alle Menschen als eingefallene Gesichtslosen und ungepflegt darzustellen ist dann doch etwas zu einfach. Ein was Gutes haben die Surrogates aber, denn durch diese Errungenschaft ist die Kriminalität weit gesunken und nahezu alle Krankenheiten wurden ausgerottet. Klar wenn alle Menschen nur noch zu Hause sitzen und keiner mehr einen Schritt vor die Tür macht. Ein weiterer Vorteil ist auch die Instandhaltung der Surros, denn falls einer kaputt sein sollte einfach die Wangenbleche wieder zusammenschweißen, and your ready to go!

Diese ganze Kunterbunte, alles ist so toll Welt, wird durch den FBI Agenten Tom Greer (Bruce Willis – “Stirb Langsam”) etwas getrübt, gut so denn, ganz ohne Gegensatz wie bei Gamer ist dann doch öde und langweilig. Jedoch die Umsetzung mit der hier gearbeitet wird ist wirklich nicht vorteilhaft. Denn von Anfang an wird klar welche Rolle jeder Charakter zu spielen hat. Und das Ganze fühlt sich an wie schon 3 mal aufgewärmt und nochmal durchgekaut, nur mit Robotern. Nicht sehr einfallsreich, aber was anderes haben wir auch nicht erwartet.

Wie man es so will, kommen nun die Gegenspieler zu Tage, die Menschen, die eine Waffe besitzen die die Surrogates in die Luft jagt und dabei gleich den sogenannten Operator zerplatzen lässt. Aufgebracht wie alle jetzt sind wird Tom Greer und seine Partnerin Peters (Radha Mitchell – “Silent Hill”) mit der brisanten Sache vertraut. Das Problem an der ganze Sache ist jedoch, das der Erfinder Dr. Lionel Canter (James Cromwell – “Spider Man 3″) der Surrogates in Ruhestand gegangen ist, sein Sohn jedoch gerne weiter mit der falschen Wirklichkeit “spielt”. Nach einem Discobesuch wird er mit der ominösen Waffe getötet und Peters und Greer versuchen alles unter Verschluss zu halten. Die Jagd, die für Greer schnell zu Obsession wird, treibt ihm zu dem Menschenviertel, dort leben die die sich keinen Surrogate leisten können oder damit nichts zu tun haben wollen. Der Prophet (Ving Rhames – “Mission Impossible”) verkündigt ein baldiges Ende der Maschinen und schnell wird einem klar was hier im Gange ist.

Durch die sehr aufpolierten Gesichter und Anzüge, wirken die Schauspieler nicht wirklich, alles ist so einheitlich schön – unrealistisch. Einzig Tom Greer, der nach einiger Zeit seinen Surro verliert, ist da ein kleiner Gegensatz. Auch die gesamte Story ist einfach zu banal und viel zu schnell erzählt, der Film geht ganze 88 Minuten. Sobald man die ersten Bilder gesehen hat läuft schon fast der Abspann und nicht viel bleibt übrig. Gefolgt von einem Schlusstwist, der die Sache dann nur noch abrundet und das Ende lächerlich darstehen lässt, besonders damit gebrachten Emotionen, fast schon nicht mit anzusehen.

Im Vergleich nicht viel besser als Gamer, einzig Bruce Willis bietet hier noch ein wenig Niveau, wenn auch nicht viel. Und die Moral der Geschicht, traue den Maschinen nicht!

Fazit: Die Grundidee ist nicht schlecht, jedoch hapert es an allen anderen Enden. Die Umsetzung macht sich dabei selbst einen Strich durch die Rechnung, indem die Schauspieler vereinheitlicht werden und auch das Menschenbild trägt nicht wirklich zum Positiven bei. Einzig Bruce Willis macht eine anständige Figur, der aber auch diesen Film nicht aus dem Dreck ziehen kann. Für mich nur ein weiterer belangloser Streifen, der viel hoffen ließ und am Ende nichts einhalten konnte.

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