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Kurz beleuchtet: Lesbian Vampire Killers

Hahahahahahahaha! It’s got a big metal cock for a handle!

Manchmal braucht es nicht viel um Mann vor den Bildschirm zu bekommen. Ob Action gekoppelt mit jeder Menge Explosionen, Schießereien, Verfolgungsjagden und natürlich technischen CGI Spielereien oder wie im vorliegenden Beispiel erotisch anmutende Frauen und viele, wirklich viele weibliche Rundungen. Wir sind da doch sehr simpel gestrickt.
Und “Lesbian Vampire Killers” dürfte wohl den Award für den marketingtechnisch klügsten Titel einheimsen, wenn es sowas geben wurde. Denn selbst wenn sich der Film als totaler Mist herausstellen sollte, so können diesem Streifen böse Zungen wohl kaum schaden. Man(n) ist bei lesbischen Vampiren sowieso willenlos eine klare rationale Entscheidung zu fällen. Der Film ist also Pflichtprogramm, auch wenn sich mal wieder bewahrheitet, das nicht alles Gold ist was glänzt.

In Phil Claydons Regiedebüt haben wir die typische Ausgangssituation von zwei Vollversagern die nichts mit ihrem Leben anzufangen wissen. Also in etwa so wie beim gefeierten “Shaun of the Dead” fünf Jahre zuvor, zu dem sich durchaus einige Verbindungen knüpfen lassen. Fletch (James Corden) und Jimmy (Mathew Horne) jedenfalls haben genug vom Alltag und wollen nach verlorener Freundin und verlorenem Job endlich Urlaub machen. Doch die Knete reicht statt Ballermann und Party eher für einen Kurztripp aufs Land. Im Alkoholrausch wird also prompt das Ziel der Reise mittels Dartpfeil ermittelt und schwupps finden sie sich auch schon wenige Stunden später im lauschigen Dörfchen Cragwich wieder. Dort angekommen stellt sich die Siedlung bald als nicht ganz so beschaulich heraus wie zuerst angenommen, denn ein Jahrhunderte alter Fluch, der alle Frauen an ihrem 18. Geburtstag zu lesbischen Vampiren werden lässt, lastet auf ihr. Doch Fletch und Jimmy, nichtsahnend, quartieren sich in einem alten Haus im Cragwich Forest, das ihnen die Dorfbewohner gezeigt haben, ein und auch eine Hand voll okkulter gutaussehender Studentinen, die das Haus studieren wollen, sind mit von der Partie.

Klingt also nach einem interessanten Spass in der Low-Cost Variante. Und tatsächlich kann der Humor von “Lesbian Vampire Killers” streckenweise recht gut punkten. Besonders Fletch überzeugt in seinen Gesprächen mit dem Pfarrer gen Ende des Films. Leider überwiegen die ebenfalls deutlich vorhandenen Teile des Films, in denen Regisseur Claydon sehr gezwungen inszeniert. Und wenn sich eins nicht erzwingen lässt, dann Humor.
Optisch gibt die Horror-Komödie dennoch einiges her und kann sich durchaus mit guten Hollywoodproduktionen gleichen Budgets messen, was mich doch sehr überrascht hat. Sehr stylisch wirken besonders das Intro des Film, während das Ende dann im Gegensatz nur geringfügig schwächelt. Einzig die Flüssigkeit, die aus den geschlachteten Vampiren austritt erinnert einfach zu sehr an männliches Ejakulat und wäre zwingend austauschbar gewesen.
Das die gesamte Story ziemlicher Murks ist und die nervende erzwungene 0815-Liasion zwischen Protagonist Jimmy und der unscheinbaren Lotte (MyAnna Buring – “The Descent”) mehr als überflüssig, lässt sich dann auch verschmerzen.
Klingt alles in allem nicht zwar wirklich berauschend, aber trotzdem lohnt sich der Film. Besonders wenn man auch nur einen Hauch auf splatternde halbnackte 90-60-90 Frauentorsos, mystische Schwanzschwerter und fluchende armbrustschwingende Pfarrer steht. Achja, Entertainment kann manchmal so primitiv und simpel sein.

Fazit: “You get what you want”, so dürfte man es treffend formulieren. In Punkto Sex bietet der Film aber auch nicht mehr als andere Filme ab 16. Hier und da blitzt mal eine Brust hervor, aber ansonsten bietet sich wenig Weltbewegendes. Schlimme Buben werden also enttäuscht sein und sollten die Hände lieber gleich komplett aus der Hose bzw. direkt vom ganzen Film lassen. “Lesbian Vampire Killers” fungiert eher als harmloser Spass für Zwischendurch und dürfte trotz “Gay Werwolf Killers” Andeutung wohl kaum eine Fortsetzung finden.

2 Kommentare

  1. Xander sagt:

    Hört sich interessant an. Ja, alleine schon wegen dem Titel steht der Film auf meiner Liste. Wie du schon sagtest, sowas kann vollkommen ausreichen…

  2. C.H. sagt:

    der geht schon in Ordnung, auch wenn er in der Tat eigentlich viel zu harmlos für einen Vampir-Filmist. Hätte ruhig ein weniger deftiger zugehen können.

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