Der Mann, der die Herr der Ringe Bücher auf die große Leinwand gebracht hat und somit gleich 3 der besten Filme aller Zeiten erschaffen hat traut sich nun an die nächste Romanverfilmung. Der gleichnamige Roman wurde 2003 von Alice Sebold geschrieben und wurde daraufhin gleich zu einem Überraschungserfolg in den USA. Peter Jackson, der Fantasyspezialist traut sich mit diesem Werk in die Realität, bleibt aber seinem Genre in gewisser Weise treu. Um eines vor weg zu nehmen, nach den 3 Herr der Ringe Filmen, ist “In meinem Himmel” für mich der nächste grandiose Film von Peter Jackson, er führt seine Erfolgsriege weiter und das mit einem riesigen Paukenschlag.
“In meinem Himmel” erzählt die Geschichte, der kleinen Susie Salmon (Saoirse Ronan). Sie würde im Alter von 14 Jahren getötet, aufgrund von Leichtsinnigkeit und zuviel Vertrauen. Ihr Peiniger kommt davon wie auch schon so oft davor. Die Familie, der Vater (Mark Wahlberg – “The Happening”) und seine Frau (Rachel Weisz – “Constantine” ) sowie die beiden Geschwister Lindsey und Buckley sind zutiefst erschüttert und ihr Leben gerät zusehens ins Verderben. Der Vater verstrickt sich in die Suche nach dem Mörder, die Mutter hält es nicht mehr aus in ihrem eigenen Haus und somit verschwindet sie. Allein die etwas verrückte Oma gespielt von Susan Sarandon hält die Kinder noch zusammen. Der Cast ist ohne Ausnahme einsame Spitze, der Mörder George Harvey (Stanley Tucci -“Lucky Number Slevin” ) macht seiner diabolischen Seele aller Ehren.
Was jetzt vielleicht, oder auch oftmals als Thriller beschrieben wird, entpuppt sich schnell als Drama. Der Film will keineswegs die Suche nach dem Mörder darstellen, oder raffinierte Detektivspielerein zeigen. Sondern er will die Beziehungen zwischen den Menschen zeigen, wie viel Bindung nach einem solch schrecklichen Erlebnis noch besteht. Der Film ist zu tiefst traurig und genau das soll er sein. Peter Jackson legt genauso viel Wert auf Gefühle wie auf seine Darstellungen von dem Jenseits, in dem Susie sich befindet. Grandiose Bilder tolle Landschaften, die versuchen das Jenseits als etwas tolles darzustellen, das gibt einen wahnsinnigen guten Kontrast zu dem, was in der Realität passiert. Der graue Alltag in dem die Familie gefangen ist zu den bunten Bildern in der Zwischenwelt. Doch das besondere dabei, beide sind nicht frei, so toll die Welt dort auch ist man kann nicht frei sei ohne zu wissen, das es seiner Familie nicht gut geht. Das Susie versucht irgendwie ihrem Vater oder Ruth (Carolyn Dando) Zeichen zu geben, ist zwar ein wenig plakativ, aber diese Szenen sind unglaublich gut umgesetzt und zeigen nur mehr das Peter Jackson sein Handwerk versteht. Das kommt auch besonders bei einem Soundstück zum tragen, der stark an die Herr der Ringe erinnert, aber so unglaublich gut passt, das es schon fast unheimlich ist, “Cocteau Twins- Alice” wird eingespielt und damit eine Szene erschaffen, die jedem die Tränen in die Augen treibt.
Besonders wichtig ist auch das der Film absolut vielseitig ist, er lässt so viel Spielraum für Interpretationen. Besonders durch die Metaphern die Peter Jackson benutzt. Die weitere Geschichte des Mörders lässt einem nun schon wieder Gänsehaut über den Rücken laufen. Überhaupt in der zweiten Hälfte des Filmes ist das fast der Dauerzustand. Das es dieser Film schafft einen so in den Bann zu ziehen und auch so vielschichtig zu sein ist einfach grandios. Peter Jackson hat nach den Herr der Ringe Filmen, ein 4. Meisterwerk geschaffen, das seines Gleichen sucht. Am meisten ist der Film vielleicht noch mit “Hinter dem Horizont” zu vergleichen, wobei die Geschichte eine komplett andere ist. Auch nicht zuverachten ist der Humor der im Film vorkommt, der besser ist als in mancher Komödie, sicher nimmt er nur einen kleinen Teil ein, dennoch ist die Situationskomik so gut platziert, das in einem fast ein wenig Hoffnung aufkeimt.
Selten konnte ein Film auf so vielen Ebenen brillieren, er ist humorvoll, tragisch, traurig, fantastisch, einfühlsam, dramatisch, hoffnungsvoll und zugleich nicht allwissend. Umso mehr gefällt mir da das Ende im Film, ein besseres hätte man sich nicht wünschen können, mit einer tollen Moral, denn jedem wiederfährt was ihm zu steht. Und ich bin froh darüber das Peter Jackson hier kein typsiches Hollywoodende in Aussucht gestellt hat.
Sicher werden viele mit falschen Erwartungen in dem Film gehen, was sehr schade ist. Auch werden viele die Offensichtlichkeit, der dargestellt Szenen bemängeln, nur finde ich das dieser Spagat gelungen ist, den man hier versucht hat ist grandios. Und das den Darstellern nicht genug Raum gegeben wurde ist auch nicht wahr, die Traurigkeit wird zwar ein wenig abgemildert, dadruch das die Mutter verschwindet und der Film einfach sehr schnelle Sprünge nach vorne macht, aber dennoch wird eindrucksvoll der Schmerz dargestellt.
Fazit: Für mich ein Meisterwerk, das in seiner Traurigkeit und Entschiedenheit auf kaum Widerstand stößt. Angefangen bei den starken Schauspielern, über die fantastischen Landschaften, Kontrast und Bildern bis hin zum starken Soundtrack. Besonders Susan Sarandon und Saoirse Ronan sind einfach überwältigend. Der Film ist wahrlich nichts für Jedermann und man sollte sich im Klaren sein, dass dies kein Krimi oder Thriller ist, sondern ein Drama der extra klasse, wenn man sich darauf einlässt.



























Die Kritik spiegelt genau meien Meinung von dem Film wieder. Sie ist großartig geschrieben
mich hat der FIlm auch tiefberüht, doch “nur” als Drama würde ich ihn jetzt nicht bezeichent. Zwar liegt das im Fokus, doch Anzeichen von Thriller und Krimi schimmern schon druch. Und das ist es was mir daran auch so gut gefällt… ;)