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Kritik: Inception

Meine  Hände zittern, der Bauch fühlt sich flau an und ich bin ganz wirr im Kopf, nein das kommt nicht vom zu viel Trinken sondern, ich hatte eben das Privileg den neuen Film vom Meisterregisseur Christopher Nolan “Inception” ansehen zu dürfen. Die Seite meldet sich zurück und das gleich mit dem knaller Film des Jahres 2010. Die folgende Kritik wird kaum inhaltlichen Bezug haben, dafür viel mehr ausleuchten warum ich so urteile und nur einzelne Aspekte beschreiben die so besonders an “Inception” sind.

Christopher Nolan, der damals schon mit “Memento” etwas völlig Neues und Anderes abgeliefert hat, zeigt jetzt nur mehr wie gut Filme sein können wenn man sich nur etwas Mühe gibt und dann dazu noch das nötige Talent hat. Mir wurde ja schon oft vorgeworfen nur Lobeshymnen zu schreiben anstatt richtige Kritiken, diesen Leuten möchte ich jetzt sagen, “lest euch diese Kritik durch, dann wisst ihr was eine Lobeshymne ist!”.

David Fincher oder Martin Scorsese haben es zu ihrer Zeit vor gemacht, sie erschufen Klassiker wie “Sieben”, “Fight Club” oder “Casino” und “Taxi Driver” und wurden damit zu den angesehensten Männern in Hollywood. Doch zur heutigen Zeit zählt nur ein Name und der ist Christopher Nolan, für mich hatte Nolan bis jetzt noch keinen schlechten oder gar mittelmäßigen Film abgeliefert, nein er lieferte eigentlich nur hochkarätige Filme ab, doch jetzt mit seinem neusten Werk schießt er den Vogel ab. Meisterwerk wäre noch etwas untertrieben und würde dem Film absolut nicht gerecht werden.

Ich weiß mit dieser Aussage lehne ich mich auch weiter aus dem Fenster jedoch war dieses Erlebnis “Inception” so unglaublich gut das man sich ein wenig so wie Leonardo DiCaprio (“Titanic”) im Film fühlt. Ich habe mich auch dazu entschieden nichts über den Inhalt zu erzählen, da dies kaum möglich ist darzustellen, ich kann mir kaum vorstellen wie Nolan diese Idee überhaupt zu Papier bringen konnte und sich die Schaupieler dieser Geschichte auch noch folgen konnten. Ich werde jedoch versuchen meinen Schreibstil (so weit ich überhaupt habe) wie in den letzten Kritiken nicht zu verändern, aber mal sehen was dabei heraus kommt, obwohl ich mit meinen zittrigen Händen immer die falschen Buchstaben treffe.

Der Film fängt, wie bei allen Nolan Filmen, mit grandiosen Aufnahmen an, bei “The Dark Knight” waren es der Flug über die Hochhäuser und bei “Inception” ist es das stimmungsvolle Einfangen des Meeres. Nolan bleibt seiner Linie treu und schmeißt seinen Zuschauer nach dieser tollen Anfangssequenz sofort ins kalte Nass und schon ist man mitten in der Story und man weiß gar nicht wie einem geschieht so undurchsichtig präsentieren sich die ersten 10 Minuten. Doch durch geschickte Regiearbeit wird einem schnell klar wie der Hase läuft und in welche Richtung es geht. Doch das beste am Film ist, dass Nolan einem immer wieder überrascht, man ist sich sicher man wüsste wie es weiter geht und in der nächsten Minute dreht sich der ganzer Boden auf den Kopf oder man sieht sein Spiegelbild abertausende Male selbst. Man kann hier nicht von einem Kinoerlebnis berichten sondern viel mehr von einer ausserkörperlichen Erfahrung. Ok ich schweife schon wieder ab, weiter im Text.

“Inception” ist durch seine Story und die Storyline wie sie Nolan rüberbringt, der intelligenteste Film, der bis dato geschrieben bzw. auf die große Leinwand gebracht wurde. Sicher wirkt der Film am Anfang ein wenig undurch sichtig oder gar kompliziert, aber für mich war der Film stehts nachvollziehbar. Aber nicht nur das macht “Inception” besondern, der Film ist actionreich, lässt aber auch Pausen zum Verschnaufen und für große Gefühle, er zeigt unglaublich stimmungsvolle und noch nie besser passende Musik zu den einzelnen Filmpassagen. Die Musik, die von Hans Zimmer komponiert wurde lässt einem bei diesen wirklich wahnsinnigen Actionszenen, die den “The Expendables” oder anderen Actionkrachern das fürchten lehren, immer wieder die Gänsehaut über den ganzen Körper laufen. Der Film funktioniert auf so vielen Ebenen, das es ganz schwer ist überhaupt zu sagen in welchem Gerne sich der Film befindet, denn innerhalb von Minuten springt er vom Drama zum Actionfilm und dann wieder zum Science Fictionkracher, eigentlich ist das kein Film mehr, sondern Kunst.

Die Schauspieler, die schon durch ihre Namen großes hoffen lassen, wie Leonardo DiCaprio, Ellen Page, Michael Caine, Joseph Gordon-Levitt oder Tom Hardy und noch viele mehr machen einen unglaublich guten Job und tragen nur noch mehr dazu bei, das der Film so besonders ist. Die Kameraarbeit ist phänomenal und fasst noch besser als bei “The Dark Knight”. Das Setting sowie das Spielen mit dem Zuschauer was Wirklichkeit und Auffassungsgabe angeht ist nicht mehr zu übertreffen und ich könnte noch jedes weitere Detail des Filmes aufzählen das mindestens genauso gut ist und das Andere sogar noch übertrifft. Ich möchte jedoch noch auf 2 weitere Aspekte eingehen, das sind zum Einen das Ende des Filmes (keine Angst ich werde nichts verraten) und zum anderen zur Einteilung des Filmes.

Mit der Einteilung meine ich, das der Film ähnliches Neuland betritt wie damals “The Matrix”, ich will nicht sagen das Nolan daraus kopiert, in keinster Weise aber das Konzept ähnelt sich doch. Und manchmal besonders kurz vor dem Ende hatte man das Gefühl der Film wäre eine Mischung aus Matrix und den Ocean’s Filmen, doch dann merkt man das der Film noch viel mehr ist und auch noch viel besser als alles dagewesene. Doch bis kurz vor dem Finale blitze so eine Idee in mir auf , die sagte “naja eigentlich wäre es schon schön wenn der Film noch eine kleine Raffinesse hinterlassen hätte”, doch dann wie so oft überrascht einen Nolan aufs Neue und hinterlässt einen mit so einem Ende, das sogar fast noch besser ist als, dass von “Saw” und “Sieben” und die beiden damit im Regen stehen lässt.

Fazit: Christopher Nolans Film “Inception” konnte alle sehr hohe Erwartungen erfüllen und noch viel mehr zeigen, nicht nur das alle “Parameter”  funktionieren wie Schauspieler, Kamera, Setting oder Score, nein Nolan musste noch einen drauf setzen, indem er den intelligentesten und innovativsten Film aller zeiten geschrieben hat, an dem sich und alle weiteren Thriller messen müssen. Für mich ist der “neue Fincher” schon lange gefunden und heißt Christopher Nolan, der das Thrillergenre nochmal neu schreibt und auf ein höheres Niveau setzt. “Inception” mit seinen vielen Parallelen und Interpretationen lässt einen mit offenen Mund seinen Kinosessel verlassen und am Ende fühlt man sich selbst in einem großen endlosen Labyrinth. Ohne Umschweife kann ich sagen, das dieser Film ein absolutes Meisterwerk ist und noch viel mehr, das es für mich der beste Film ist denn ich je gesehen habe und der mich einfach, sogar jetzt noch, absolut umgehauen hat als hätte Nolan die Inception an mir selbst probiert.

Ich kann nur jedem empfehlen sich diesen Film im Kino anzusehen, denn so schön war Kino schon lange nicht mehr!

14 Kommentare

  1. bullion sagt:

    Wie gern würde ich den Film im Kino sehen, aber im Moment ist das einfach nicht drin. Deshalb warte ich sehnsüchtig auf die Blu-ray. Aber so in den Fingern gejuckt hat es mich schon lange nicht mehr! Ah!

  2. Judge sagt:

    Ah das ist schade, denn ich finde für solche Filme wurde das Kino gemacht!!

  3. luzifus sagt:

    Auch ich fand den Film großartig, innovativ, zum Teil auch visionär. Dennoch würde ich ihn nicht als “innovativsten Film aller zeiten” und Kunst bezeichnen wie deine leider etwas unreflektierte Lobhudelei (wie du ja auch zugibst). Gerade was die Actionszenen angeht, muss ich dir arg wiedersprechen. Wie sie inszeniert wurden (insbesondere die Zeitlupen) ist toll, aber sonderlich anspruchsvoll bei Choreografie und in Sachen Übersichtlichkeit waren sie nicht. Da hab ich schon wesentlich größere Actionsequenzen gesehen, gerade bei “The Matrix”. Denn: “Inception” ist in erster Linie auch kein Actionfilm, auch wenn du ihm auch diesem Genre zuordnest, sondern ein SciFi-Thriller. Und zwar ein ziemlich guter. Nicht mehr und nicht weniger. Ob er tatsächlich zum Meisterwerk taugt, wird dann meine Zweitsichtung zeigen ;-).

  4. [...] Das Urteil von Judge (In der Zange) fällt euphorisch aus: “Ohne Umschweife kann ich sagen, das dieser Film ein absolutes Meisterwerk ist und noch viel m… [...]

  5. [...] 9/10 Punkten Timos fügt Judge noch einen hinzu. Voll des Lobes bezeichnet er den Film als “absolutes Meisterwerk”. [...]

  6. Film Fan sagt:

    Der Film war super. Ich liebe Filme die Raum für Gedanken bieten. Die die Sinne anregen…

    Im Kino war der Film super!

  7. Flo Lieb sagt:

    Was ist hier eigentlich passiert? Tote Hose seit Sommer oder hat euch INCEPTION das Hirn rausgepustet? :)

  8. Manuela sagt:

    klasse Film, aber definitiv was für’s Kino. Hab ihn erst auf Leinwand gesehen und neulich nochmal Zuhause und muss sagen, Zuhause ist es doch nicht immer am besten ;)

  9. [...] blogge). Für alle, die den Film nicht kennen, der Trailer (sowie der Inhalt und eine Kritik [voller [...]

  10. Alvin sagt:

    Fand den Film auch wirklich super. Wobei es meiner Meinung nach ein echter Kinofilm ist, der kommt zuhause auf dem Ferseher einfach nicht so gut wir auf der großen Leinwand..

  11. Khitos sagt:

    Wo seid ihr? Ihr könntet doch wenigstens antworten, wenn ihr noch bei Moviepilot Bewertungen abgeben könnt ;P

  12. Christian sagt:

    Ich finde es auch schade das nichts mehr kommt. Aber vielleicht tut sich ja doch noch was!?

  13. Ein wirklich spitzenmäßiger Film. Genau wie Shutter Island. Nur leider haben diese Art von Filmen immer den Nachteil, dass sie beim zweiten Mal sehen ohne Spannung sind und nicht diesen überraschenden Effekt haben…

  14. Die Zange sagt:

    Viel zu tun halt .. okay, vielleicht komische Ausrede für fast 2 Jahre Abstinenz. Der Spaß ging halt so langsam verloren und irgendwie kam das seltsame bedrückende Gefühl hinzu, das man sich selbst nach jedem Film, jedem Buch oder jeder Serie fast wie gezwungen sah hier was zu posten.
    Aber vielleicht kommen wir ja nochmal zurück, ich für meinen Teil spiele schon wieder länger mit dem Gedanken. Dann aber mit einer anderen Einstellung der ganzen Sache gegenüber. :)

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