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Kritik: The Color of Magic

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Death: “I was at a party, you know.”

Die letzten Tage war auf RTL desöfteren immer wieder ein Trailer zu einem Film namens “The Color of Magic” zu sehen. Sehr interessant sah das Ganze nicht aus. Allein die Aufmachung und die Sendezeit sprachen nicht gerade für einen hochwertigen Film. Mit dieser Einstellung wäre der Zweiteiler wohl an mir vorbeigegangen, aber dank der Zusprache meines Bruders, der mich darauf aufmerksam machte, dass das Ganze auf einem Terry Pratchett Roman basieren soll, ist er es nicht.

Gott weiß, dass Terry Pratchett wohl einer der brilliantesten Fantasy-Autoren ist, die die Welt je gesehen hat. Seine Scheibenwelt-Romane dürften jedem Bücherfreund ein Begriff sein. Er verbindet nicht nur Fantasy und Science-Fiction, sondern parodiert auch moderne Themen wie Rock´n´Roll, Philosophie, Wissenschaft, Religion, Politik, Krieg oder die Gesellschaft an sich. Ok, ich will mich jetzt nicht als großer Scheibenwelt-Kenner hinstellen. Bisher beschränkt sich mein Wissen auf gerade mal zwei Bücher, das wären “Wachen! Wachen!” und “Der Fünfte Elefant”, und damit mehr auf die Nachtwache und ihrem Hauptmann Mumm, aber trotzdem war mein Interesse geweckt.

Der angehende Zauberer Rincewind wurde nach 40 Jahren, in denen er keinen einzigen Zauberspruch gelernt hatte, von der Unsichtbaren Universität ausgeschlossen. Der Grund hierfür liegt auf der Hand: Er hat Octavo, einen der mächtigsten Zaubersprüche aller Zeiten, in seinem Kopf, und andere Zaubersprüche haben Angst davor, neben diesem mächtigen Rivalen im selben Hirn zu existieren. Also muß Rincewind sich seine Brötchen als Fremdenführer verdienen. Sein erster Kunde ist ein Versicherungsvertreter namens Twoflower, dessen Gepäck sich seltsamerweise auf eigenen Füßen fortbewegen kann.

“The Color of Magic” basiert inhaltlich jedenfalls auf den zwei ersten Scheibenweltromanen “Die Farben der Magie” und “Das Licht der Phantasie” und ist ein fürs Fernsehen gedrehten Zweiteiler aus dem Jahr 2008. Dementsprechend ist die Optik dann auch ausgefallen. Sie wirkt jetzt nicht billig oder geschweige denn trashig, auch die CGi-Effekte sind gut, aber man merkt ihm das begrenzte Budget doch an.

Das allerwichtigste an dem ganzen Film war aber für mich die Darstellung der skurile durchgedrehte Scheibenwelt, mit Ankh-Morpork, seinen Gilden und verrückten Gestalten. Einige Verbindungen konnt ich auch schaffen zu den Romanen und so war es für mich persönlich wirklich schön anzuschauen. Zugegeben, die 2 Teile am Stück zu gucken war dann doch etwas sehr anstregend, aber es hat sich gelohnt. Ich möchte aber noch einmal für alle anmerken, dass ich keine tiefgründigeren Einblicke mehr in die ganze Scheibenweltthematik habe und ich so echt nicht sagen kann, ob die einzelnen Charaktere nun passend zum Roman dargestellt wurden oder wie die ganzen Story generell übernommen bzw. beschnitten wurde (kann mir aber durchaus vorstellen, dass da eine ganze Menge weggelassen wurde).

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Die Besetzung aus objektiver Sicht war teilweise etwas unpassend (z.B. David Jason als Rincewind), aber mit “Herr der Ringe” – Hobbit Samwise Gamdschie aka Sean Astin, Tim Curry (“Stephen Kings Es”) und nicht zu vergessen Christopher Lee (“Star Wars”) als Gevatter Tod (in den Büchern der absolute Knallercharakter) doch hochwertig. Das Regie- und Produktionsteam war das gleiche wie bei der ersten Pratchett Verfilmung “Hogfather”, die wirklich sehr gut sein soll, hier aber inhaltlich einige Fehler zu verantworten hat, so wie ich es öfters lesen durfte. Und noch ein paar Worte zur deutschen Syncro. Ich persönlich fand sie in Ordnung, was aber zum größen Teil an Eckard Dux (Syncronsprecher von Arthur Spooner), der Stimme von Rincewind, lag. In Englisch soll der Film aber zum Längen besser sein, also nach Möglichkeit mit Originalton gucken.

Bevor ich also abschließen kann, möchte ich ein persönliches Fazit aus diesem Film ziehen. Als erstes werd ich mir wohl bald mal wieder einen Pratchett Roman kaufen, sie sind zwar etwas komplett anderes als was ich Moment lese und durchaus schwieriger zu lesen, aber es lohnte sich bisher jedes mal. Als zweites wird nun bald meine eingestaubte Playstation wieder zum Einsatz kommen, da ich eines von den noch wenig im Umlauf befindlichen Discworld-Spielen besitze, die inhaltlich komplett mit Rincewind zu tun haben. Das sei mal so für mich so festgelegt.

Fazit: Auch für unkundige Pratchett-Neulinge und Fantasy-Freunde durchaus zu empfehlen. Machen einfach Spass die Filme und sind allemal besser als “Schwerter des Königs” oder ähnlich verschandelte HdR-Abklatsche, auch wenn inhaltlich wohl Fehler bestehen und allgemein die Aufmachung nicht mit den großen Filmen mithalten kann.

7,5

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