In der Zange Rotating Header Image

Heroes – 1. Staffel / 2. Staffel

heroes_banner

In jüngerer Zeit entwickelte eine scheinbar wahllos zusammengewürfelte Gruppe von Menschen Fähigkeiten, die nur als “außergewöhnlich” bezeichnet werden können. Noch ahnen sie nicht, dass sie die Welt nicht nur retten, sondern für immer verändern werden. Doch die Wandlung, die sie erleben, vollzieht sich nicht über Nacht. Jede Geschichte hat einen Anfang, das erste Kapitel beginnt hier …

Mit diesen Worten beginnt eine der wohl großartigsten Serien, die die Amis in den letzten Jahren zu bieten hatten. Sie beschäftigt sich mit einem elementaren Thema womit sich jeder Junge und jedes Mädchen in frühen Kindheitsjahren wohl schon einmal beschäftigt hat. Was wäre wenn man Superkräfte hätte? Welche wären es und wie würde man sie einsetzen? Die Ursachen dafür sind schnell gefunden. Ob nun Marvels “The Amazing Spider-Man” oder DC´s “Superman”, sie alle haben das Verlangen erzeugt, etwas besonderes sein zu wollen. Sicherlich, Superkräfte im eigentlichen Sinne besitzen die Charaktere in “Heroes” nicht, sie sind eher Menschen mit speziellen Fähigkeiten, vergleichbar mit den “X-Men” aus dem Marvel Universum. Trotzdem wird ihr gesamtes Leben über den Haufen geworfen als mit einer Sonnenfinsternis beginnend langsam besondere Kräfte in ihnen zu erwachen beginnen.

“Heroes” konzentriert sich nicht auf einen einzigen Protagonisten, sondern verfolgt eine Gruppe von Menschen verteilt über die gesamte Welt. Sie alle führen ein normales Leben und wissen so gut wie nichts über die Kräfte die in ihnen schlummern. Ein Mann, Mohinder Suresh (Sendhil Ramamurthy), entdeckt die geheime Theorie seines Vaters über einen Sprung nach vorne in der menschlichen Evolution. Nach der Sonnenfinsternis entdecken viele Leute langsam ihre besonderen Fähigkeiten. Während ein paar der “Heroes” ihre Kräfte verstecken und um jeden Preis weiterhin ein normales Leben führen wollen, so gibt es auch einige Leute die sie effektiv einsetzen. Vorreiter sind dabei Hiro Nakamura (Masi Oka), ein unbedeutender japanischer Büroarbeiter, der die Fähigkeit hat durch Zeit und Raum zu reisen und Bösewicht Sylar (Zachary Quinto), der die Kräfte der anderen Helden sammelt.
Und was machen Helden so den ganzen Tag? Genau, sie retten die Welt. Und eben das ist auch hier die große Aufgabe.

Save the Cheerleader, save the World.

“Heroes” weiß einfach zu begeistern. Eine unglaublich komplexe Geschichte und viele verschiedene Storygänge die sich immer wieder überschneiden. Die Charaktere treffen sich öfters ohne es zu merken. Ebenfalls besonders sind die tollen Cliffhanger, die einen geradezu zwingen sofort weiterzuschauen. Damit ist eine Durchsicht der Serie innerhalb von 3-4 Tagen trotz der enormen Länge (23 Folgen á ca. 50 Min.) kein Problem. Die Serie ist ein absolutes Muss für jeden Serienfreund und ich bin der festen Meinung das jeder (bis auf Kevin, den alten Ignoranten) seinen Spass damit haben wird. Und besonders der männliche Zuschauer sollte mit Hayden Penettiere seine reine Freude haben.

Fazit: Das Beste was es in den letzten Jahren von NBC zu sehen gab. Und allein der Erfolg von 14 Mio. amerikanischen Zuschauern gibt dem Recht.

10

Staffel 2 ist nicht mehr unbedingt mit der ersten Staffel zu vergleichen. Die Story wirkt um einigen plumper, viele Storygänge verpuffen ohne wirklich zur Gesamtstory beizutragen und auch sonst gibt es viele auszeichnende Elemente  nicht mehr. Schuld daran war wohl der Autorenstreik Ende ‘07. So wurde die geplante 24 Folgen lange Staffel vorzeitig zu Ende gebracht und zerstückelt. Am Ende kam mit den 11 Folgen nichts halbes und nichts ganzes heraus. Das Grausame daran ist nicht die eigentliche Staffel, die ja verzeihbar ist, sondern mehr der enorme Zuschauerverlust, denn der Normalozuschauer ist bei schwächelnden Serie gnadenlos. Zum Glück geht es trotz der gut 3 Mio. verlorenen Zuschauer von Staffel 2 auf Staffel 3 weiter. Schöpfer und Produktionsleiter Tim Kring weiß auch um seine Fehler und gab auch bekannt nach der zweiten Staffel enger mit den Fans zusammenarbeiten zu wollen. Wie gut das dann gelaufen ist, kann man seit zwei Wochen jeden Mittwoch Abend auf Pro7 mit Staffel Numero 3 selbst beurteilen.

Fazit: Staffel 2 ist um einiges lahmer als der Beginn der Serie. Ein kompletter Griff ins Klo ist es nicht unbedingt, aber nach der hochtrabenden ersten Staffel eine ziemliche Enttäuschung.

6,5

10 Kommentare

  1. Flo Lieb sagt:

    Soooo scheiße fand ich den zweiten Band nun auch nicht, aber ja, es wird dann doch im zweiten Jahr etwas zäher und schlechter als nach dem überragenden Start.

  2. Die Zange sagt:

    6.5 mögen hart klingen, aber im direkten Vergleich kommts genau hin. =)

  3. bullion sagt:

    Yep, da kann ich mich anschließen, wobe ich eher 9 zu 6 bewerten würde oder so ähnlich… ;)

  4. Ich bin bei Staffel 1.2 gestern mit meiner Freundin bei Folge 18 angekommen. Vier Stück hatten wir dann hintereinander gesehen. Es ist so spannend. Wir wollten eigentlich noch eine dranhängen, aber es war schon 2 Uhr morgens. Ich muss unbedingt Staffel 2 nächste Woche kaufen. Willst Du die Box zufällig loswerden? :) – auch wenn die dann nicht mehr so gut ist, die Qualität der ersten macht es einfach zur Pflicht weiter zu schauen.

  5. Die Zange sagt:

    Staffel 1 ist wirklich der Knaller, da hast du recht. Kein Problem das so schnell durchzuschauen. Aber wegen der Box muss ich dich enttäuschen, die bleibt mein. Will meine Sammlung ja nicht auseinander reißen. ^^

  6. [...] Geschichte von “Push” erinnert nicht nur stark an die Serie “Heroes”, das gesamte Grundgerüst scheint auch ganz willkürlich geklaut worden zu sein. Seien es nun die [...]

  7. [...] warum er so geworden ist, wie er es heute ist. Als Instrument fungiert dazu Malcolm McDowell (“Heroes”) als Dr. Loomis, der wie immer souverän spielt. Die Schocker hätten ruhig härter sein können, [...]

  8. [...] Fuller (“Heroes”) kam während seiner Arbeit am Drehbuch zu seiner ersten eigenen Serie “Dead Like Me” [...]

  9. [...] es ein neuer Vertreter dieses Genres ins Kino schafft. Ende letzten Jahres brachte die zuckersüße “Heroes”-Schauspielerin Hayden Penettiere zusammen mit Regisseur Chris Columbus (“Fantastic [...]

  10. [...] Eigenmotivation. Die Erwartungshaltung war allerdings nicht so hoch, weil man auf anderen Blogs lesen konnte, dass die Spannung eher abnimmt und an frühere Zeiten wohl auch in der dritten Staffel nicht [...]

Hinterlasse einen Kommentar