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Kurz beleuchtet: Push

Push

There are special people in this world. We don’t ask to be special. We’re just born this way. We pass you on the streets every day, unnoticed by most.

Ich werde durchaus nicht alleine stehen, wenn ich jetzt mal behaupte, das oben genannter Film vielen Leuten kein Begriff sein wird, denn mir war er bis heute ebenfalls keiner. Das sollte aber keine große Schande sein, denn der Streifen wurde hierzulande nicht weiter beworben und durfte als Direct-to-DVD Film nie ein Kino von innen begrüßen. Dass das nicht immer unbedingt ein Zeichen mangelnder Qualität sein soll haben schon Filme á la “Brügge sehen … und sterben?” oder “Lucky Number Slevin” gezeigt. Und wie das Leben so spielt kommt “Push” genau wie letztgenannter Film auch aus dem Hause McGuigans.

Durch die paranormalen Forschungen der Nazis und ihre Versuche Supersoldaten zu züchten, haben sie eine Gruppe von Menschen mit übernatürlichen Fähigkeiten geschaffen. Diese Gruppe lässt sich in mehr oder weniger 10 Klassen unterteilen. Darunter sind z.B. die sog. Watcher (Menschen, die mit Visionen die sich ständig ändernden Zukunft vorhersehen können), Pusher (Menschen mit telepathischen Kräften) oder Bleeder (Menschen, die ultrahohe Schallwellen ausstoßen können). Natürlich dürfen die nicht alle so rumwirtschaften wie sie wollen. Die “Division” beobachtet diese Leute und versucht Mittel zu erfinden, um die Kräfte ins Unermeßliche zu steigern. Nick (Chris Evans - “Street Kings”), dessen Vater als ein besonders starker Pusher bereits in seiner Kindheit vor seinen Augen von der “Divison” getötet wird, versucht diesen aus dem Weg zu gehen. Als die Seherin Cassie Holmes (Dakota Fanning – “Mann unter Feuer”) eines Tages vor der Tür steht und ihm offenbart, dass sie bald mit Hilfe eines Koffers 6 Mio. Dollar verdienen werden. Kurz darauf dürfen sich beide nicht nur mit der “Division” und ihrem Frontmann Henry Carver (Dijmon Hounsou – “Blood Diamonds”), sondern auch mit der Triade und der Telepathin Kira (Camilla Belle – “10.000 B.C.”) rumschlagen.

Die Geschichte von “Push” erinnert nicht nur stark an die Serie “Heroes”, das gesamte Grundgerüst scheint auch ganz willkürlich geklaut worden zu sein. Seien es nun die außergewöhnlichen Menschen mit ihren Kräften oder die “Division”, die doch ganz unweigerlich an eine bestimmte “Firma” erinnert. Auch fehlt es der Geschichte an einer klaren Linie und Antagonist Carver wirkt doch im Gegensatz zu einem Sylar (Zachary Quinto) aus dem genialen “Heroes” mehr als öde. So bleibt trotz einiger netter CGI-Effekte und einer ganz stark aufspielenden Dakota Fanning doch ein eher bitterer Nachgeschmack zurück. Die Charaktere sind wenig facettenreich und auch wenn man die Story teilweise sehr clever und durchdacht gestalten will, so bleibt z.b. der WTF-Effekt wie am Ende von “Lucky # Slevin” hier aus.

Fazit: Viel geistiger Diebstahl und wenig eigene Ideen machen “Push” zu einem schlechteren “Heroes” bzw. “X-Men” Klon. Kann man sich aber trotzdem mal zu Gemüte führen, wenn man Fan beider Franchises ist.

5,5

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